Trial Training 2009
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Schon lange hatten Vanessa und ich den Wunsch mal ein Trial-Training zu absolvieren um selber zu erfahren, ob diese Kunst des Motorradfahrens wirklich so was besonderes ist, bzw. ob es echt so schwer ist wie es immer heißt. Um es kurz vorweg zu nehmen, es stimmt alles. Wer mit einem Motorrad und sei es auch noch so leicht, wie eine Gazelle von Stein zu Stein hüpft, klettert oder fliegt hat unsere volle Hochachtung, denn die ganze Sache viel, viel schwerer als mit 45 Grad Schräglage durch die Kurven dieser Welt zu bügeln.

Doch nun der Reihe nach. Im April 2009 nahmen wir an einem Trial-Training von “ www.stefans-endurotraining.de “ teil. Veranstaltungsort war, wie auch bei den Enduro-Trainings die ich bereits bei Stefan mit machte, das Enduro - Trail - Gelände im belgischen Bilstain. Der 2 - tägige Kurs begann zwar erst am Samstag Morgen, aber wir reisten aufgrund der Entfernung trotzdem schon am Freitag an. Aus Erfahrung wußten wir, dass es nicht wirklich sinnvoll ist sich ein Zimmer in Belgien zu suchen. Einfach zu teuer und vom Standard her, naja.
Somit buchten wir ein Zimmer in Monschau, ein kleiner Ort in Deutschland am Rande der Eifel und ca. 30 Minuten vom Trainingsgelände in Bilstain entfernt. Hier fanden wir ein super Zimmer für einen guten Preis in der Pension “ www.gaestehaus-sauren.de “.
Freitag angekommen gingen wir erst mal auf Entdeckungstour, denn Monschau ist ein sehr bekannter, alter Ort mit viel Fachwerk und so.

Monschau von oben

Wir waren erstaunt, wie viel es in Monschau zu sehen gab.

ein Lokal in Monschau

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Wir fuhren von Monschau nach Bilstain, wo Stefan uns im Lokal am Eingang des Offroadparks abholte. Unsere Trialbikes waren bereits so gut wie startklar und nach einer kurzen Ansprache von Stefan in der er den Teilnehmern der verschiedenen Kurse (neben einem Trialkurs fanden auch noch Endurokurse statt) beschrieb was auf uns zu kommen sollte, sowie einer Vorstellung aller Teilnehmer zogen wir uns um.

eine der wichtigsten Regeln beim Motorrad fahren und zwar ganz gleich ob onroad oder offroad:
 Schutzkleidung anlegen

Da Stefan an diesem Wochenende Endurokurse geben mußte, konnte er uns nicht selber schulen. Dafür gab es aber einen mehr als würdigen Ersatz: Julian, der schon als Junge nichts anderes als Trialmotorrad im Kopf hatte. Ein echter Könner auf zwei Rädern. Weiteres Infos über ihn findet ihr hier: http://www.ses-racing.de/index.php?page=julian

Julian in Aktion

Unsere Bikes für dieses Wochenende

Die Trialmopeds sind sehr leicht, wendig und anzugstark. Eine Sitzbank sucht man vergebens, was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn bei dem Sport muß man sowieso immer im Stehen fahren. Im Sitzen wäre es nicht möglich das Gleichgewicht gut zu halten und so enge Kurven zu fahren, wie es beim Trial von Nöten ist, um die Sektionen fehlerfrei zu durch fahren, Denn darauf kommt es im Grund an. Doch was ist Trial eigentlich? Also, beim Trial geht es darum ein Motorrad mit möglichst viel Geschick durch so genannten Sektionen zu lenken, ohne dabei einen Fuß auf den Boden zu setzten. Die Sektionen werden dabei je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad immer enger und kniffliger gesteckt, so das es ein Sport ist, der immer wieder eine Herausforderungen bietet. Wichtig zu wissen ist noch, das man beim Trial extrem langsam fährt, ja fast schon mehr steht als rollt und es als die ganze hohe Kunst der Fahrzeugbeherrschung gilt, wenn man es drauf hat. Die Fahrzeugkontrollen die man hierbei lernt, ist aber nicht nur für das Überfahren von Steinen oder sonstigen Hindernissen im Offroadbereich gut, sondern auch für den normalen Biker sehr gut, denn besonders im Langsamfahrbereich hilft es enorm dabei alles unter Kontrolle zu haben.

Nachdem Julian uns in die Regeln und ein wenig theorietisch auch in die Kunst des perfekten Trial-Handlings eingewiesen hatte ging es los. Zunächst machten wir auf fast ebenem Boden ein paar Übungen um uns an das Bike zu gewöhnen.

Doch in der Ebene kann ja jeder und somit dauerte es nicht lange bis Julian uns die ersten Hänge und Steigungen hoch schickte.

Diese, ich sag mal “Kackstuhlhaltung” ist völlig normal und nicht darauf zurück zu führen das Vanessa hier was nicht im Griff hat, ne, ne, das gehört so.

Sieht auf einem Foto eigentlich gar nicht so schwer aus, doch das täuscht, denn was man auf dem Foto nicht sieht, sind die halben Tennisbälle mit den Julian uns die Sektionen absteckte. Vanessa mußte hier z.B. noch vor dem Baum eine 180 Grad Kehre fahren und dann wieder bergauf. Wer das mal an einem Hang versucht wird schnell sehen was ich meine. Doch auch wenn es nicht sehr einfach ist, es macht irre Spaß und eine richtig tolle Sache.

So verbrachte wir die zwei Tage damit uns immer wieder neue Herausforderungen zu suchen und uns immer weiter zu steigern. Ja man kann sagen wir wurden von Stunde zu Stunde besser und sicherer. Julian erklärte uns alles sehr genau und hatte viele gute Tips für uns auf Lager. Irgendwann meinte einer unserer Mitstreiter, den Namen weiß ich jetzt leider nicht mehr, wie man denn Steilkanten hoch fahren würden. Tja das ließ sich Julian nicht zwei mal fragen, denn ruckzuck war eine Steilkante (auch wenn man das auf dem Bild nicht gut erkennt) gefunden und er zeigte uns wie es geht und aussehen sollte.

Wir versuchten uns auch an der Steilkante, doch an einer Stelle wo sie nicht ca. 40 cm hoch war, sondern deutlich kleiner. Hier klappte es, wie beim hier zu sehen, aber schon ganz gut. Doch eines wird schnell klar, üben kann nicht schaden, denn es ist noch kein Meister vom Mopedhimmel gefallen.

Weiter ging es in dieser Sektion über viel Wurzeln, die ganz schon rutschig sein können.

Auf diesem Bild sehen wir ..... (den Namen weiß ich leider immer noch nicht, verdammt) der sich anschließend an der Sektion sehr erfolgreich versuchte und es ist zu erahnen wie hoch die Steilkante war.

Ganz ehrlich?? Wir hatten irre viel Spaß, denn ist einfach riesig mit den kleinen handlichen Bikes durch das Gelände in Bilstain zu fahren.

Hier noch ein paar Bilder von der letzten Sektion, die wir an diesem Wochenende versuchen durften.

Hier ist noch mal schön die “Kackstuhlhaltung” zu sehen. Es war eine richtig tolle Sache sich an diesem Sport zu versuchen und ich bin mir sicher, dass wir es noch mal wieder machen werden. Am liebsten gleich morgen, doch die Zeit fehlt leider. Ich wünsche allen die ich mit diesem kleinen Bericht neugierig gemacht habe, viel Spaß beim probieren. Doch Vorsicht echte Suchtgefahr.

Euer BikerPeterS

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